BELÄGE, WACHSE & KANTEN

BELÄGE


Die auf Metallspritzen spezialisierte Firma Schoop stellte 1916 drei Ski, zwei mit Aluminium, der andere mit kupfergespritztem Belag. Sie wurden vom Skiclub Bern in der Region Lenk ausprobiert - die Ergebnisse waren katastrophal. In den 30er Jahren wurden viele Lacke produziert, wie beispielsweise Authier Competitor goldgelb, A21, Bercolin, B.S. 33, Colpo, Gsellin, Gsellin-Rapid, Gsellin-Silver, Helva, Hürlimann, Lucendi, Maissen Gelb, Marga, MIWI, Mulik, Olsen, OP1, Piz Sol, Rekord, Skibin, Skipolin, Skiwa, Temperolgrün, Rätia , Rulack, Säntis, TEMPEROL 3 grün sowie Graphit, Wessco, Unikum und wahrscheinlich viele andere. Der Beerli Belag half mehreren Rennfahrern bei den Olympischen Spielen von St. Moritz (1948) zu gewinnen. In den 50er Jahren führte Müller (der Gründer von Montana Sport, besser bekannt als IMS) den sehr erfolgreichen Polyethylen Belag „P-Tex®“ ein (Patent von 1952 von Dr. Kreidl, um die Oberfläche zu oxidieren).

 

WACHSE

TOKO, bekannt für Alpin- und Langläufer, wurde von Jakob Tobler (1916) in Altstätten für Produkte zur Pflege von Schuhen und Lederwaren gegründet. Das erste Skiprodukt war Skigliss, ein roter Lack und Skimont für Skibeläge, die unter der Marke Toko (1933) verkauft werden. Es folgten Rub-on-Wachs 1-3-5 (1940), SKIGLISSIN und Olympiawax Combi blau-rot-grün (1948), Paraffin-Skiwax (1969), System 4 (1974), Heißwachse (1975), System Elite (1979), World Cup Wax (1985), Wet Jet und Streamline, erste fluorierte Wachse (1989), Dibloc (1991), Nordlite Molydenum (1996) und HelX (2002). Mehrere olympische und Weltmeister-Sieger in alpinen, nordischen sowie Snowboard-Disziplinen vertrauten auf Toko.  Ab 1971 verkaufte die Firma auch Langlaufski aus Holz und ab 1974 aus Fiberglas, beide in Schweden hergestellt. 1972 wurde eine magnetische Alpinbindung eingeführt. Da sie sich jedoch unzuverlässig öffnete, wurde der Verkauf eingestellt.

Toko wurde 2002 von der Mammut Sports Group übernommen, bevor er 2010 Teil des Swix Sport wurde, einer norwegischen Firma, die Produkte für das Tuning von Ski und Board sowie Zubehör für Outdoor-Aktivitäten anbietet.


KANTEN


Ende der 20er Jahren in Österreich erfunden, erschienen anfangs der 30iger Jahre Kanten aus Stahl, Aluminium, Duraluminium, Messing, blaues Celluloid oder sogar Horn; sie waren von unterschiedlicher Größe und Form, angeschraubt oder geklebt, unten oder seitlich montiert. Die bekanntesten waren Blue, Columbus, Jack Ettinger, G. S. Spezial, G. S. Start, Ideal, Lauberhorn, Parsenn, Parsenn +++, Parsenn Firn, Parsenn Schuss, Parsenn Spezial, Rubi, Silberhorn, Spezial, Schuss, Violett, Weisshorn. Besondere waren die Staub Kanten aus Stahl oder Messing, ohne Schrauben, entweder oder von den Seiten eingeführte kleine Stifte gehalten, die Stäubli aus Alu (1934), die Bärlocher Kombi-Kanten wie auch violettes aus Zelluloid, die Staehli GS die nur eine Schraube benötigt, 5 cm lang ist, abgeschrägt mit einer keinen Zunge, die Rominger welche aus einer kleinen Stahlkante nebst blauem Zelluloid vergrößert ist - was für schnellere Ski sorgt. Beerli patentierte 1935 blaue Zelluloidkanten, die häufig für die Skispitze verwendet wurde und Inter Montana Sport (IMS) verkaufte 1972 die Exklusivrechte für verzahnten VCE-Kanten an Olin-Authier.

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